Podcastfolge #29 Alles zum Thema "Website"

Antonia Reinhard

Wozu brauche ich eine Website?

Michelle Karnolz hat eine Webseiten-Agentur für selbstständige Frauen und arbeitet erfolgreich als selbstständige Unternehmerin. Im Podcast Yoga als Beruf erzählt uns Michelle, wie es zu ihrer Selbstständigkeit gekommen ist und was man beachten muss, wenn man sich eine Webseite für das eigene Business erstellt.


Michelle besuchte eine Abiturschule mit Berufsausbildung und war in ihrer Klasse das einzige Mädchen. Als sie danach in der Spitzenpolitik einen Job fand, musste sie feststellen, dass sie sich wieder hauptsächlich unter Männern befand. Sie merkte schnell, dass Frauen trotz Versprechen der Politik was Gleichberechtigung anging, jedes Jahr schlechter abschnitten und beschloss, aus der Politik auszusteigen.


Ihr Herzenswunsch, Frauen zu digitalisieren und nach vorne zu bringen und erfolgreich selbstständig zu arbeiten, sorgte für Sorgen im Bekanntenkreis, nachdem sie ihren gut bezahlten Job in der Politik kündigte und den Schritt in die Selbstständigkeit wagte.


Heute ist Michelle aber erfolgreiche Website-Designerin und hilft selbstständigen Frauen, ihre Webseiten digital sichtbar zu machen, so dass sie gut von Kund:innen gefunden werden können. 


Wozu genau brauche ich aber eine Webseite?


Ich habe Michelle gefragt, warum eine Webseite notwendig ist, da man sich ja auch über die sozialen Medien, wie Instagram, eine große Reichweite aufbauen und Kund:innen gewinnen kann.


Das Problem mit den sozialen Medien ist aber, sagt Michelle, dass sie dir nicht gehören, sondern jemand anderem und man ist extrem abhängig von Dingen wie Algorithmus und Interaktion. Jemand anderes entscheidet, ob dass was du postest sehenswert ist und immer öfter passiert es auch, dass Nutzer ihre riesigen Accounts verlieren, weil sie Themen ansprechen, die in den Augen der Plattform, Tabu sind.


Eine Webseite ist aber ein Fundament, ein zentraler Angelpunkt. Dort sollen die Menschen hingelangen, über die sozialen Medien oder über Google. Wenn man eine gute Website hat und sich die Zeit genommen hat, diese aufzubauen, dann kann einem diese niemand mehr wegnehmen.  Und du kannst über bestimmte Punkte auf deiner Webseite deine Zielgruppe schnell ansprechen, zum Beispiel mit 


  • Text und Bildern
  • Mit Persönlichkeit
  • Mit Blogartikeln
  • Mit Call-To-Actions 


Aber was genau muss man jetzt beachten, um gefunden zu werden?


Dafür ist eine Keyword-Recherche ganz wichtig: Denn diese hilft einem dabei herauszufinden, wonach die Menschen suchen, wenn sie ein Problem haben und du die potentielle Antwort/Lösung auf die Probleme hast. Mit diesen Keywords kann man dann auch die Blogartikel so anfertigen, dass Google diese für relevant erachtet und sie den Suchenden vorschlägt. Oft ist es so, dass je mehr man schreibt, man auch bessere Chancen hat angezeigt zu werden.


Auch das Suchvolumen bei der Recherche ist zu beachten, auch mal spezifische Begriffe eingeben, sich nicht nur auf ein Wort (z.B. Yoga) beschränken.


Dann sollte man beachten, dass die Blogartikel möglichst aktuell sind, da Google diese bevorzugt. Es ist egal, wie oft man bloggt, jedoch sollte man die Artikel gelegentlich aktualisieren.

Die Keyword Recherche spielt für die Einrichtung einer Website eine große Rolle


Und dann ist es wichtig, dass man die Webseite ansprechend gestaltet: Denn wenn der Kunde/die Kundin dann deine Webseite gefunden hat, ist es wichtig dass SOFORT klar ist, was einen erwartet. Dafür ist der oberste Platz ganz wichtig. Anstatt also diesen zu “verschwenden” in dem man schreibt “Herzlich Willkommen” etc., ist es wichtig, dass man möglichst das oberste und wichtigste Keyword aus der Recherche, bzw welches auf dein Business zutrifft, angibt.


Also direkt klar angeben, was dein Angebot ist, plus eine kleine Unterschrift mit der Location (wenn man zum Beispiel in einem bestimmten Gebiet arbeitet) und für wen dieses Angebot geeignet ist. Und dann ist es super wichtig, dass es einen Button gibt, einen Call-to-Action, der die Kund:innen zum nächsten Schritt führt. Denn nichts ist wichtiger, als dem Kunden es so einfach wie möglich zu machen und ihn quasi zu einem Ziel zu führen.


Die Webseite sollte einen “roten Faden” haben, der also den Suchenden zu etwas führt, einem Ziel, oder zum Handeln auffordert.

Und dann alle Texte so verständlich und einfach wie möglich zu formulieren und keine Fachbegriffe verwenden, die nicht für Jeden verständlich sind.


Ein anderer Tipp, der zu beachten ist, betrifft die Navi Leiste: Diese sollte kurz und knapp sein und sich möglichst auf maximal 7 Punkte beschränken. Und das Impressum/Datenschutz nicht beinhalten.


Ein weiterer Tipp ist, zu jedem potentiellen Problem ein kleines “Sneak Peak” anbieten. Damit man weiß, was einen erwartet, man aber nicht gratis eine Lösung für das Problem anbietet, schließlich soll dein Angebot gekauft werden.


Was muss einem als erstes ins Auge springen: Yoga Mentorin in Berlin - Keyword.

Was machst du ? 

Also zusammengefasst ist wichtig, dass einem sofort folgende Dinge ins Auge springen, wenn man auf einer Webseite landet:


  • Das Keyword, wofür man steht, was das Angebot ist (z.B. Yogalehrerin in Berlin)
  • Was man macht (Yoga für Schwangere)
  • Handlungsaufforderung, wie es weitergeht (Jetzt mein Angebot buchen)

Wenn das Business digital ist und man Deutschlandweit arbeitet, dann muss die Location nicht unbedingt erscheinen: Dann lieber spezieller erklären, was man macht.


Und ist es ratsam, sich eine Webseite selbst zu erstellen? 


Da kann uns Michelle “Wordpress” sehr ans Herz legen. Denn diese ist leicht zu handhaben und erlaubt Erweiterungen. Viele Webseiten sind Baukastensysteme, die über der Zeit keine Entwicklung auf der Seite mehr zulassen. Wenn man aber ein profitables Business aufbauen will, ist es wichtig dass man sich vorher Gedanken macht, wie die Webseite ausschauen soll und ob man immer Erweiterungen einbauen kann.


Templates bei Wordpress kosten zwischen 30 und 60 Euro und man kann super schöne Designs machen und erstellen.


Und eine weitere Frage die ich an Michelle hatte war: Was sind nun die wichtigsten Bestandteile einer Webseite?


Die Webseite sollte unbedingt deine Persönlichkeit widerspiegeln. Denns ich menschlich und authentisch zu zeigen wirkt am besten. Gerade im Lockdown, wo wir eh schon sozial eingeschränkt sind und viel online arbeiten, möchte man die Menschen hinter dem Business kennenlernen und es ist schön, die zwischenmenschlichen Seiten auch online zu haben.


Dann ist es wichtig, dass man Fotos mit sich selbst für die Webseite verwendet und keine Stock Photos, denn das entfremdet wieder ein bisschen. 


Die Spalte “Über mich” ist auch ganz wichtig, denn die ist oft die meistgeklickte Seite. Auch dort kann man sich authentisch zeigen und sich nicht scheuen, seine Highlights aufzulisten. Wenn man eine bewegende Geschichte hat,warum man die Person ist, die man heute ist, kann man diese auch andeuten und erzählen. Das schafft Nähe zu dir und deinem Angebot.


Blogbeiträge sollten auch Fotos haben, die zum Kontext passen, möglichst mit einem selbst.
Und dann muss die Webseite, wie schon erwähnt, immer wieder den Kunden zum nächsten Schritt leiten. Es muss immer klar sein, was man tun soll, denn wir alle haben wenig Zeit und wollen nicht auf einer Webseite landen, die unübersichtlich ist und es unklar ist, was man tun soll.


Und wenn man bestimmte Themen auf seiner Webseite unterbringen möchte, z.B. möchte man Diversität fördern, dann ist es empfohlen, Landing Pages zu erstellen. Landing Pages sind Unterseiten der Webseite, die sich auf ein einziges Thema fokussieren und die von nichts ablenkt, es gibt also keine Ablenkungspunkte wie Seitenleisten oder andere Menüpunkte.

Landing Pages eignen sich hervorragend, um detaillierter auf ein Angebot einzugehen oder sich mit einem Thema intensiver auseinanderzusetzen.




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deine Antonia

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