Podcastfolge #35 Über die Bedeutung der Stimme als Yogalehrerin

Antonia Reinhard

Über die Bedeutung der Kommunikation, Stimme und Sprache als (selbstständige) Yogalehrerin


Andine Pfrepper ist Schauspielerin, Yogalehrerin und  Stimm-und Kommunikationstrainerin für Yogalehrende. Bereits mit 12 Jahren begann Andine mit der Yoga Praxis, als Ausgleich zum Leistungssport, der sie körperlich und mental sehr in Anspruch nahm.


Nach dem Abitur begann sie Schauspiel in Berlin zu studieren, doch die Liebe zum Yoga begleitete sie auch weiterhin. Trotz Engagements am Theater Regensburg, spürte Andine einen Drang für eine weitere Ausbildung und so begann sie einen Master in Speech Communication/Rhetorik an der Uni Regensburg.


Ihr Wunsch, Schauspiel, Yoga und Kommunikation/Sprache zu vereinen, begann sich langsam zu erfüllen: In ihrer praktischen Abschlussprüfung, in der sie ein fiktives Seminar für Yogalehrer:innen hielt, kam so gut an, dass man ihr empfahl, das doch tatsächlich auch in der “realen Welt” anzubieten. 


In diesem Seminar lag der Fokus auf “Verständlichkeit im Yoga Business: Mit welchen Merkmalen der Sprache kann ich anleiten?”


Den letzten Schub für die selbstständige Arbeit bekam Andine, als Yogalehrerin Helga Baumgartner sie als Gast zu sich einlud und sie bat, ein Seminar zu halten. 

Trotz regelmäßiger Bühnenerfahrung war Andine nervös vor diesem Auftritt, was bestätigte, wie wichtig ihr diese Arbeit war.


Auch die Rückmeldungen der Teilnehmer waren stets so großartig, dass sie beschloss, sich mit dieser Arbeit selbstständig zu machen.


Was sind aber nun Herausforderungen für Yogalehrer:innen, was die eigene Stimme angeht?


Andine sagt, viele Yogalehrer:innen haben kein Gefühl für die eigene Stimme und wissen oft nicht, wie sie diese in der Yogaklasse einsetzen und kontrollieren können.

Dabei ist es so wichtig im Yoga, die Stimme an die Praxis anzupassen um die richtige Stimmung zu kreieren und gewünschte Effekte zu erlangen. Die Sprache kann man unterschiedlich einsetzen, doch wie das funktioniert, wissen viele nicht.

Die Stimme hat unglaublich viel Potenzial, die Klasse zu einem großartigen Erlebnis zu machen. Wie möchte man anleiten? Man kann Bilder kreieren, oder Wärme, man kann sprachlich mit bestimmten Wörtern/Substantiven viel erreichen. 


Leider ist die Stimme aber ein Handwerk, was man erlernen muss. Und die richtige Technik kann man erlernen. Wenn man diese einmal hat, dann wird die Yogaklasse nie unter ein bestimmtes Level gehen, weil man immer wieder an diesem einen Punkt anknüpfen kann. 


Auch ist die Stimme ist wie ein akustischer Fingerabdruck. Sie ist sehr unique und markant und spiegelt deine Persönlichkeit wieder. Diese herauszuarbeiten, das lässt sich trainieren.


Was kann ich an  Techniken erlernen, um die Stimme zu erhalten, wenn man viele Yogaklassen anbietet?


Da gibt es 3 Basiselemente: Körper, Atmung, Stimmlage.


Ist der Körper zB aufrecht, dann ist der Kehlkopf frei und die Stimme kann schwingen. 

Auch die Atmung (aus dem Bauch) spielt eine große Rolle. Und dann ist da noch die Stimmlage: Das ist die “Tonlage”, in der sich die Stimme Zuhause fühlt. Ohne sich zu verstellen (höher/tiefer reden). Das heißt, wer viel redet, sollte dies in seiner natürlichen Stimmlage tun.


Und dann gibt es natürlich auch Artikulationstraining. Da lernt man, wie die Stimme gut rauskommt.


Was passiert also genau in Andines Workshops? Was ist das Angebot?


In ihren Workshops spricht Andine immer über Anatomie und Physiologie: Denn das ist wichtig, um überhaupt zu verstehen, wie die Stimme funktioniert und was im Körper passiert, damit ein Ton rauskommt. 


Was passiert zum Beispiel beim Räuspern etc? Was passiert, wenn man heiser ist?


Es wird dann immer gemeinsam geübt und gegenseitig Feedback gegeben. Der Austausch untereinander ist immer sehr produktiv.


Was sind so klassische “Fehler”, die man macht, wenn es um die Stimme geht und wie kann man diese vermeiden?

Andine sagt, dass die Stimme quasi immer “strapaziert” wird, wenn man die eigene Stimmlage verlässt (also zu hoch oder zu tief redet). Man sollte lieber wirkungsvoller mit dem Material, was man hat umgehen.


Was für die Stimme auch nicht gut ist, ist Räuspern. Denn wenn man quasi den Schleim weg räuspert, wird automatisch neuer produziert, was zu erneutem Räuspern führt und so einen Kreislauf kreiert. Lieber sollte man Wasser trinken oder einmal den Schleim abhusten.


Und was Andine oft beobachtet, ist der sogenannte “Sing Sang” beim Yoga Unterricht. Das passiert, wenn man Monotonie vermeiden möchte. Doch die kann anders vermieden werden: In dem man sich die Zuschauer in seinen Raum holt und sich mit ihnen verbindet, sinnvolle Pausen einlegt. Das übt Andine auch mit den Yogalehrenden.

Und der Schritt in die Selbstständigkeit: Wie gut gelang das eigentlich?


Inhaltlich war für Andine eigentlich klar, was sie anbieten möchte, doch Schwierigkeiten hatte sie eher, dass dann auch online gut sichtbar zu machen, sich eine Webseite zuzulegen, eine Salespage einzurichten etc. 


Dafür hat sie sich Hilfe geholt bei Yoga als Beruf und das Einzelmentoring gebucht. Danach hatte sie mehr Klarheit. 


Die Workshops, die Andine u.a. anbietet wie “Finde deine Stimme” und “Die Big 5 der Sprache” befassen sich mit dem Umgang der Stimme, wie man die eigene Stimmlage findet, anatomische und physiologische Einblicke,  Übungen die man zuhause machen kann und wie man die Yogapraxis mit den Stimmübungen verknüpfen kann. 


In den Big 5 der Sprache geht es vor allem um Redetechniken und Gesprächstechniken, Fragestellungen und Artikulationen.

Auch Einzelcoachings bietet Andine an, in der eine Videoanalyse gemacht und Hilfe zur Selbsthilfe angeboten wird. 

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