Podcastfolge #42 Über Yoga und Krebs

Antonia Reinhard

Über Yoga und Krebs mit Christine Raab


Christine Raab kommt aus dem Rhein/Main Gebiet und ist heute Gast im Podcast Yoga als Beruf. Sie erzählt uns von ihrem Weg in die Selbstständigkeit als Yogalehrerin und ihrer Krebsdiagnose, die ihr Leben maßgeblich beeinflusst und verändert hat. 


Schon als Teenager war Christine sehr an großen Themen wie Spiritualität und Esoterik interessiert. Während ihrer Ausbildung zur Erzieherin ließ sich Christine stets in verschiedenen Bereichen fortbilden und stolperte so in die Selbstständigkeit eher zufällig hinein, in dem sie neben der Arbeit als Erzieherin zusätzlich noch Lomi Lomi Massagen anbot, einen Make Up Artist Kurs besuchte und eventuell Schwimmkurse für Kinder unterrichtete. Sie kündigte den Job als Erzieherin und begann sich selbstständig zu machen. 


Es entstand eine eigene Schwimmschule, in der sie nicht nur Kinder unterrichtete, sondern auch Brautstyling anbot. 


Im November 2014, nachdem sie 2-3 Jahre bereits selbstständig war, wurde bei ihr Brustkrebs diagnostiziert.


 Damit und mit Beginn der Chemotherapie wurde ihr Leben maßgeblich auf den Kopf gestellt. Für die nächsten 2 Jahre war Christine krankgeschrieben und ihre Kurse wurden von einem Schwimmlehrer übernommen.


Die Wiedereingliederung in die Arbeit als Selbstständige war schwer und kam mit Veränderungen einher. In der Reha begann Christine Yoga zu praktizieren und besuchte Meditationskurse. Das half ihr nicht nur, die Veränderung ihres Körpers anzunehmen, sondern fühlte sich so gut an, dass sie beschloss, sich als Yogalehrerin ausbilden zu lassen. 


Die 2 jährige Ausbildung bestätigte Christine, dass ihre Arbeit (ob als Erzieherin, Schwimm-oder Yogalehrerin) stets dazu diente, anderen Menschen zu helfen und auf ihrem Weg zu begleiten. 

Ihre Vielseitigkeit sah sie als Talent, ein einzigartiges Angebot zu kreieren.


Ganzheitliche Gesundheit und bodenständige Spiritualität.  


Sie begann verschiedene Online Kurse zu kreieren, 1:1 Coachings anzubieten und rief den “Moksha Club” ins Leben. Ihr Ziel ist es, Menschen die Möglichkeit zu geben, in die individuelle Freiheit zu gelangen. 


Man kann bei ihr eine Membership kaufen, die sehr flexibel ist. Darin beinhaltet sind Yogaklassen, die an die aktuellen Energien angepasst sind, sowie monatliche Themen Talks, die sich mit verschiedenen Bereichen befassen (Yoga Philosophie, Meditation, Ayurveda, Selbstliebe, Human Design usw).



Wie generiert Christine ihre Kund:innen?


Vor allem über ihre Social Media Kanäle, hauptsächlich Instagram. Aber auch über ihren Newsletter, den sie bereits seit 10 Jahren hat. Auch auf Facebook und in Facebook Gruppen lässt sie sich ab und zu blicken. 


Und manchmal kaufen Kund:innen nach ihrem 1:1 Coaching die Memberships, da sie weiterhin am Yoga dranbleiben wollen.


Wichtig ist es, dass man, egal wie und wo man Kund:innen generiert, aufpasst dass man nicht zuviel kostenlosen Content rausgibt. Christine sagt, wir leben in einer “kostenlosen Gesellschaft”, in der die Menschen gerne hier und da Dinge abgreifen, ohne bezahlen zu wollen. 


Wer aber als Selbstständige:r überleben will, muss auch immer Werbung für sein Angebot und seine Produkte machen. 


Über Christines “Yoga und Krebs” Angebot:


Das hat sich nach der Yogalehrer Ausbildung ergeben. Zusammen mit ihrer Lehrerin begann sie ein Angebot für Brustkrebspatientinnen zu erstellen. Das Problem, welches damit einher ging, war dass viele der Teilnehmer:innen oft nicht teilnehmen konnten, aufgrund von Terminen, gesundheitlichen Problemen, Rückschlägen (schwaches Immunsystem etc)  uvm. 


Dann kam ihr die Idee, ein Online Kurs zum Thema Yoga und Krebs zu erstellen. Dafür recherchierte sie, wie viele Frauen pro Jahr an Brustkrebs erkranken und ob sich so ein Kurs überhaupt lohnen würde.


Dass pro Jahr alleine in Deutschland 70.000 Frauen an Brustkrebs erkranken, bestätigte Christine, dass Bedarf für einen Kurs wohl aus besteht. 


Ihr Ziel ist es, 1% (ca. 700 Frauen) pro Jahr für ihren Online Kurs zu generieren.



Auf welche Art und Weise unterstützt Yoga in der Krebstherapie? 


Ist das eher der Umgang mit der Diagnose an sich oder auch die körperliche Unterstützung? Beides, sagt Christine. Yoga ist sozusagen wie ein “Nebenwirkungsmanagement”. Durch die Krebsdiagnose hat man oft Narben an den verschiedensten Stellen, leidet unter Gewichtsschwankungen, die Nervenenden sind durch die Chemotherapie angegriffen und man leidet Fatigue/chronischer Erschöpfung. Für all das ist Yoga extrem hilfreich und zusätzlich natürlich auch für die mentale und emotionale Unterstützung, die Annahme der Diagnose. 

Und auch dass man lernt, dem Körper wieder zu vertrauen und ihn nicht mehr als “Verräter” zu sehen, der einem im Stich gelassen hat.


Und was sind Christines Tipps für Einsteiger:innen in die Selbstständigkeit?


Vor allem einige organisatorische und pragmatische Tipps, die Christine damals nicht berücksichtigt hat.


  1. Ein Geschäftskonto anlegen
  2. Ein Buchhaltungsprogramm anschaffen
  3. In eine:n Steuerberater:in investieren und sich helfen/beraten lassen



Über diesen Link kommst du direkt zum Podcast:






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deine Antonia

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